Peter Windhofer
Konstruktion /Dekonstruktioneines Schauspielers
01 / Der Blick
Bevor ich spiele,
sehe ich hin, und …
… versuche, alles zu vergessen. Mich interessiert der Moment vor der Antwort. Der Blick, der etwas anderes erzählt als die Worte. Der Moment, der mich selbst überrascht zurücklässt.
02 / Der Körper
Bevor Worte kommen, ist da Bewegung.
Tanz und Musik waren meine erste Sprache. Im Körper, in jenem Moment, in dem wir im Tun das Jenseitige berühren, erblüht die Figur – jenseits meines Egos.
03 / Die Stimme
Eine Geschichte beginnt im Ungesagten.
Salzburg. Salt Lake City. Wien. Berlin. Verschiedene Orte, Sprachen und Stimmen. Auf der Suche nach dem eigenen Ton, der eigenen Stimme. Der Wahrheit im Erzählen.
04 / Die Rolle
Ich werde nicht jemand anderer.
Ich suche nach dem Punkt, an dem die Figur und meine eigene Erfahrung einander berühren.
The Quest · Steirerwut · Führer und Verführer
05 / Der Riss
Perfektion erzählt wenig.
Mich interessiert die Stelle, an der eine Fassade durchlässig wird. Dort, wo Zweifel, Sehnsucht und Widerspruch sichtbar werden.
06 / Die Begegnung
Aufmerksamkeit verändert.
Schauspiel und therapeutische Haltung beginnen für mich am selben Ort: mit Präsenz, Vertrauen und wirklichem Zuhören.
07 / Der Mensch
Hinter jeder Rolle wartet ein Mensch.
Schauspieler. Vater. Fragender. Lehrender. Lernender. Geschichtenerzähler. Auf der Suche nach dem Kern des Seins. Auf der Suche nach Freiheit im Tun.
Was sehen wir zuerst –
den Schauspieler oder den Menschen?
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08 / Im Spiel
Ich mag es, wenn mich
eine Szene überrascht.
Ich bereite mich vor. Lerne Worte, suche nach der Figur. Und dann steht mir ein Mensch gegenüber. Ein Blick, eine Pause – und plötzlich nimmt alles eine andere Richtung. Für diese Momente spiele ich.
09 / Fünf mögliche Ichs
Fünf Bilder.
Keines ist das Ganze.
Der Mensch – ein Fragment mit dem Wunsch, sichtbar zu werden.
„Ich suche in jeder Rolle nach einem Menschen. Und manchmal finde ich dabei etwas von mir, das ich noch nicht kannte.“

Die Geschichte nicht.
Aus Widersprüchen konstruiert
Peter
Windhofer.
In jeder Rolle suche ich nach dem Menschen. Und in jeder Begegnung nach dem Moment, in dem wir nichts mehr darstellen müssen. Vielleicht beginnt Wahrheit genau dort: wenn wir einander wirklich sehen – offen, aufmerksam und ohne uns zu verstecken.
Für die Fakten




